6. Dezember 2019
Rodenkirchener Brücke

Unter sieben Brücken…

musst Du steh’n, sieben kalte Nächte übersteh’n.

Wer kennt es nicht, das Lied für alle Nachtknipser und Freunde der nächtlichen Langzeitbelichtung.

Als neuestes Projekt habe ich mir vorgenommen, die sieben Kölner Rheinbrücken vor und während der Blauen Stunde zu fotografieren. Dazu möchte ich das eine oder andere Bild als HDR entwickeln. Ich weiß, der HDR-Hype ist durch, trotzdem finde ich, das manches Foto davon gewinnen kann, oder sogar noch näher an das eigene Empfinden beim Fotografieren gebracht werden kann. Seht es mir bitte nach.

Beginnend von Süden war heute Nacht die Rodenkirchener Autobahnbrücke dran. Von der „Schäl Sick“, also der östlichen, rechtsrheinischen Seite aus, wollte ich die Brücke ablichten. Als Kind konnte ich die zwei rechteckigen Pylonen vom Balkon aus sehen, Später auf den Fahrradausflügen zum Rhein, war hier die Stelle an der man den Strom erreichte.

Gebaut wurde sie von März 1938 bis zum September 1941. Es handelt sich um eine erdverbundene Kabelhängebrücke.

Nach Treffern in der Bombennacht am 14. Januar 1945 stürzte das Bauwerk am 28. Januar 1945 ein. Zwischen 1952 und 1954 wurde die Brücke wieder aufgebaut und am 9. Dezember 1954 dem Verkehr übergeben . Von 1990 bis 1994 wurde die Brücke verbreitert und bildet seitdem die beiden markanten Doppelportale im Kölner Süden. Die drei dicken Kabel bestehen aus jeweils 61 einzeln Drahtseilen, haben einen Durchmesser von ca. 50 cm und hängen in der Mitte der Brücke etwa 42 Meter durch.

Durch die besondere Konstruktion der Brücke, schwingt das ganze Bauwerk, weshalb Langzeitbelichtungen echt schwierig sind. Auf manchen Bildern sind bunte Lichterketten zu sehen, das waren Radfahrer und Hundebesitzer mit blinkender Leine.

 

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